Buchempfehlung: “Celebrating whole food” von Amy Chaplin

06. Dez 2016

In meiner Küche stehen um die 50 Koch­bücher. Ähnlich, wie ich dies in Küchen vieler Hobby­köche auch gesehen habe. Doch ehr­lich gesagt, ver­wende ich ei­gent­lich immer wieder die gleichen 5 bis maximal 10.

Ich möchte Ihnen gerne eins meiner Lieb­lings­koch­bücher vor­stel­len, welches im Sep­tem­ber 2016 auch in deutsch erschienen ist: At home in the whole food kitchen von Amy Chaplin. (Die deutsche Aus­gabe heißt “Cele­brating whole food” und ist beim Uni­medica Verlag er­schie­nen.) Einige Rezepte aus dem Buch sind in­zwi­schen fester Stan­dard in meiner Küche, andere pro­biere ich nach und nach. Selten habe ich ein Koch­buch erlebt, aus dem mich jedes ein­zel­ne Rezept schlicht­weg be­geis­tert.

Buchcover zu “Celebrating whole food” von Amy Chaplin

Im ersten Teil des Buches be­schreibt Amy Chaplin die Zu­taten, die sie ver­wen­det, welche Wir­kung sie auf den Kör­per haben, wie sie am besten auf­be­wahrt, und wie ver­ar­bei­tet werden. Die Fotos sind sehr an­spre­chend, aber das Pro­bie­ren der Ge­richte ist definitiv der Höhe­punkt. (Was nicht bei allen Koch­bü­chern der Fall ist, muss ich sagen!)

Was mich unter anderem so be­geis­tert, sind die völlig neuen Heran­ge­hens­wei­sen, Kom­bi­na­tio­nen und Ge­schmäcker, die Amy Chaplin kreiert. Und die manch­mal über­ra­schende, und zu­gleich voll­kom­mene Har­monie der Er­geb­nisse. Amy Chaplin schafft es, na­tür­liche Zutaten mit spe­ziel­len Koch­tech­niken wun­der­bar zu verfeinern.

Außerdem finde ich die Autorin un­glaub­lich sym­pa­thisch. Sie hat schon an vielen Orten dieses Planeten ge­ar­beitet und wurde in nam­haf­ten Zeit­schrif­ten ver­öf­fent­licht, aber sie scheint wun­der­bar na­tür­lich und au­then­tisch ge­blieben zu sein.

Gerade aktuell ein nettes Bei­spiel: In ihrem letz­ten Blog­ein­trag ent­schul­digt sie sich für ihr langes Schweigen und die Stille auf ihrer Web­site, doch sie schreibt, die Wahlen in den USA (wo sie lebt) hätten sie förm­lich ge­lähmt und das Thema Kochen sei ihr zu banal er­schie­nen. Irgend­wann erst folgt dann ein fan­tas­ti­sches Kürbis-Granola-Rezept. Wie menschlich!

Wenn Sie jemandem eine Freude zu Weih­nach­ten machen, oder sich selbst in­spi­rie­ren lassen wollen, kann ich Ihnen dieses Buchs wärms­tenst em­pfeh­len! Amy Chaplin pub­li­ziert hier nicht ein­fach nur ein paar Re­zep­te, son­dern bringt einen Le­bens­stil zum Aus­druck, den ich äußerst be­ein­dru­ckend und ins­pi­rie­rend finde.

Als kleinen Einblick teile ich hier ein Rezept aus dem Buch mit Ihnen, das für mich in­zwi­schen ein Stan­dard ist: Vanille-Chia-Pudding. HIMMLISCH!

Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 70g Cashewkerne (2-6 h in Wasser eingeweicht)
  • 40g Chiasamen
  • 400ml Wasser
  • ein TL Vanillepulver
  • 70g Medjool-Datteln
  • eine Prise Salz
  • eine Prise Zimt
  • 10g Kokosöl
  • Obst (Feigen, Beeren, Mango, oder was die Saison gerade hergibt)

Chiasamen in eine mittel­große Schüssel geben.

Cashew­kerne in ein Sieb geben und ab­waschen. Mit Wasser, Datteln, Salz, Zimt, ge­schmol­ze­nem Kokos­öl, und Vanille in einen Stand­mixer ge­ben. Auf höchs­ter Stufe mixen, bis alles voll­stän­dig zer­klei­nert und fein ist. Unter Rühren in die Schüssel mit den Chia­sa­men geben und über 10 Minuten immer wieder ver­rüh­ren, damit sich keine Klum­pen bilden. Min­des­tens 1,5-2 Stun­den in den Kühl­schrank stel­len, oder über­nacht, und mit Obst oder etwas Granola ser­vie­ren.

Toll zum Frühstück, aber auch als Dessert!

Anmerkung: Zu Chia oder Leinsamen sollte man immer viel trin­ken, da sie Flüssig­keit binden.

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