Seminar-Verpflegung

02. Mai 2017

Sparen an der falschen Stelle

Die Diskussion ist nicht neu, aber in meinen Augen immer noch aktuell.

Warum wird beim Essen so viel gespart?

Dass dies Einzelpersonen tun, die ihre ganze Familie durchbringen müssen und vielleicht nicht immer die Ressourcen haben, auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen einzukaufen, kann ich irgendwo noch nachvollziehen.

Doch warum sind Firmen, die Unmengen in Seminare, in die Weiterbildung und das Training ihrer Mitarbeiter und Führungskräfte stecken, beim Essen so darauf aus, jeden Cent zu sparen? 

Ich bin sowohl als Teilnehmer als auch in meiner Arbeit als Coach regelmäßig auf Seminaren/ Fortbildungen/ Workshops und staune immer wieder, was Trainern und Mitarbeitern als Seminarverpflegung vorgesetzt wird: Softdrinks, Kaffee aus dem mit Billigmilch befüllten Vollautomat, Keksdosen nach dem Motto "Masse statt Klasse", Butterbrezn, Schoko-Croissants, oft Schokoriegel, mit ganz viel Glück ein Obstkorb und die pseudogesunden Corny-Müsliriegel, die vermutlich in erster Linie der Gewissensberuhigung dienen. 

Nach 10 Minuten ist die Kaffeepause vorbei und es wird erwartet, dass die Teilnehmer für die nächsten 90-120 Minuten hochkreativ, produktiv, und voller Power brillante Ideen von sich lassen. Schließlich hat man ja viel Geld in diesen Tag investiert, da muss der Output schon auch stimmen!

Das funktioniert im besten Fall ein paar Minuten. Und was passiert dann? Überraschung! Die Energiekurve rast plötzlich in den Keller. Die Konzentration lässt spürbar nach, die Meldungen werden weniger und die Spritzigkeit der Ideen wird eher lasch.  Denn die zuckerreichen Snacks (und auch das Weißmehl einer Butterbreze verhält sich im Körper ähnlich wie Haushaltszucker) lassen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen (hier sind wir dann kurz und schnell sehr produktiv) und danach rapide wieder abfallen (hier kann das Gehirn dann nicht mehr so viel Leistung erbringen, die Konzentration lässt nach, der Körper verlangt nach mehr "Stoff", sprich mehr Zucker). Da hilft auch Lüften nicht, denn am Sauerstoff liegt es primär nicht!

Aber zum Glück geht es ja bald zum Mittagessen, da gibt es dann Nudeln in Sahnesauce oder Schnitzel mit Pommes. Dazu einen Spezi und alle sind glücklich.

Nach der Mittagspause geht es weiter, doch hängen die meisten in den Stühlen wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Der Körper ist primär mit der Verdauung beschäftigt, da bleibt nicht viel Energie für Genialitäten. Wie gut, dass es in zwei Stunden Kaffee und Kuchen gibt, die sorgen bestimmt für neue Power!

Der Seminarmarkt in Deutschland ist riesig, milliardenschwer. Es werden Top-Trainer zu Top-Honoraren engagiert, die in sagenhaften (teuer gemieteten) Locations Gruppen zu Höchstleistung bringen sollen. Die Mitarbeiter werden dafür freigestellt, was ebenfalls eine nicht unbedeutende Summe darstellt. Natürlich kommen für all dies die neuesten, innovativsten Präsentationsmedien zum Einsatz.

Und dann gibt es Butterbrezn, Corny und Cola als Sprit! Das ist wie altes Öl in einen neuen Porsche zu kippen!

Ich bin überzeugt davon, dass die richtige Verpflegung einen Unterschied in den Ergebnissen eines solchen Tages machen kann. Weniger Zucker und dafür konstantere Leistung. Ein leichtes, energiespendendes Mittagessen statt einem schweren, kraftraubenden 3-Gänge-Menü, das uns direkt ins Suppenkoma schickt. Wie soll Leichtigkeit & Kreativität, Leistung & Power entstehen, wenn der Organismus nonstop damit beschäftigt ist, einen Hammer nach dem anderen zu verarbeiten?

Wer hierzu Beratung oder Ideen für eine alternative, sinnvolle Seminarverpflegung braucht: 

https://www.civita-coaching.de/beratung.html

 

 

Essen macht mehr als nur satt!

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