Trendwatch Meal Prep

12. Apr 2017

 

Es gibt seit einiger Zeit einen nicht ganz unbeachtlichen Trend: Meal-Prep oder Food-Prep. Unzählige Menschen folgen diesem Trend und verbringen vornehmlich ihren Sonntag, oder zumindest einen Teil davon damit, ein Gericht in großen Mengen zu kochen, in exakt gleiche Tupperdosen abzufüllen und im Kühlschrank zu lagern. Sie wollen sicherstellen, dass sie gesund essen und das die ganze Woche lang. Gleichzeitig soll natürlich nicht zu viel Zeit in der Küche “verloren gehen”, also bereiten die meisten ein Gericht für die ganze Woche vor.

Ich finde den Vorsatz, sich die ganze Woche anständig zu ernähren durchaus lobenswert. Nicht ganz nachvollziehen kann ich jedoch die Vorstellung und Idee, die ganze Woche das gleiche zu essen. Ich wäre am Montag auf jeden Fall dabei und vielleicht auch sogar noch am Dienstag. Doch am Mittwoch schon wieder gedämpfte Hühnerbrust mit Süßkartoffeln und Bohnen? Mit dem Wissen, dass es am Donnerstag und auch am Freitag nochmal das gleiche gibt, allerdings in abnehmender Frische und Knackigkeit? Finde ich fragwürdig.

Denn für mich besteht jede einzelne Mahlzeit aus möglichst großer Vielfalt. Am liebsten richte ich meinen Teller so an, dass er möglichst bunt ist, etwas Basilikum hier drüber, etwas Chili da, hier rosa Pfeffer und am anderen “Tellerende” ein paar Spritzer Zitrone. Und selbstverständlich esse ich abends nicht das gleiche wie mittags! Auch das mag etwas übertrieben scheinen, aber wer weiß, wieviele Mahlzeiten ich noch genießen darf? Also lieber jede so gestalten, als wäre es die letzte…

Und trotzdem betreibe auch ich eine Art Mealprepping. Denn auch ich will mich die ganze Woche über möglichst gut (und vielfältig und lecker!) ernähren.

 

Foodprepping beginnt beim Einkauf !

 

Mein Prepping beginnt beim Einkauf. Ich gehe in den Laden oder auf den Markt und schaue, was gerade besonders frisch aussieht und nicht überteuert ist. Das ist meine Art von Saisonkalender. Was günstig ist, wollen die Produzenten loswerden, weil sie es im Übermaß haben. Wenn das Kilo Zucchini gerade bei 6-7 € liegt, wie dies vor kurzem der Fall war, lasse ich die Finger davon. Denn das kann nur Knappheit oder / und eine lange Anreise bedeuten. Ist also weder saisonal noch regional. Gutes Obst und Gemüse darf auch ruhig was kosten, aber der Preis sollte lieber auf die Nachhaltigkeit des Anbaus oder den Verzicht von Pestiziden und damit geringere Erträge zurückzuführen sein als auf die tausenden von Kilometern, die eine Flugananas aus Thailand oder Blaubeeren aus Chile hinter sich haben.

Also komme ich mit lauter frischen, saisonalen, regionalen und reifen Zutaten vom Einkaufen nach Hause. Ich versuche, so viel wie nötig und so wenig wie möglich an frischen Zutaten zu kaufen. Denn Licht und Zeit sind die größten Feinde von Vitaminen. Statt einem wöchentlichen Großeinkauf also lieber öfter kleine Mengen kaufen. So schmeiße ich auch automatisch kaum etwas weg.

Außerdem kaufe ich Feta, getrocknete Tomaten, Oliven, manchmal Eier, etwas Fleisch oder Fisch.

Immer im Haus habe ich gute Öle, verschiedene Essigsorten, Gewürze und Kräuter, Nüsse, Kerne, Sesam, Hanf- und Leinsamen, u.ä.

Und dann preppe ich auf meine Art: ich blanchiere verschiedene Gemüsesorten, koche Eier, schwarzen Reis, Quinoa oder Hülsenfrüchte, bereite Dressings vor, ziehe Sprossen, röste Kürbiskerne und hebe alles separat auf. Ich mache das nach und nach, stelle lediglich sicher, dass immer genügend da ist, das ich dann möglichst schnell zubereiten kann. Und zwar nach Lust und Laune. An einem Tag ist mir eher nach einem frischen Salat mit kurz angebratenem Gemüse und knackigen Sprossen, am nächsten hab ich Lust auf ein leichtes Gemüsecurry mit Reis, dann wieder auf eine Gemüsepfanne und dazu ein Fischfilet, das in wenigen Minuten gebraten ist. Wenn die Zutaten dafür im Haus und halb vorbereitet sind, stehen all diese Gerichte (und viele mehr) schneller auf dem Tisch als ich entscheiden kann, in welches Restaurant ich will. Und ich kann immer das essen, worauf ich gerade Lust habe und wonach mein Körper verlangt!

Buddha-Bowl bunt, lecker und nahrhaft

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