Vegane Desserts: lecker, gesund und vollwertig

22. Apr 2017

Nussig, fruchtig und cremig zugleich

Ich sehe die vegane Küche und vegane Rezepte als wunderbare Ergänzung und einen großen Teil meiner Ernährungsweise. Sie bietet unendliche Möglichkeiten und es gibt unzählige vegane Gerichte, die unglaublich lecker schmecken und voll von wertvollen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und "gesunden" Kalorien sind. 

Besonders bei der süßen Küche halte ich vegane Desserts für eine tolle Alternative. Denn herkömmliche Nachspeisen stecken oft voller Zucker, Weißmehl, Sahne, Butter u.ä. All dies sind kalorienreiche Zutaten, die im Körper eher weniger gute Prozesse anstoßen (dies auszuführen ist ein Kapitel für sich...). Nach einem Stück Sahnetorte ist man erstmal pappsatt, aber ganz schnell kommt der Hunger wieder, da a) der Blutzuckerspiegel rasant angestiegen ist und ebenso rasant wieder abfällt, was Heißhunger auf mehr Süßes auslösen kann, b) das Fehlen von Ballaststoffen weniger lang satt macht und c) die enthaltenen Kalorien nicht die nötigen Nährstoffe liefern, um unseren Körper und seine Bedürfnisse langfristig zu befriedigen.

Vegane Desserts hingegen holen ihre Kalorien, ihren Geschmack und ihren Sattmachereffekt aus Nüssen, Obst, Kokosmilch, Trockenfrüchten und anderem Powerfood. Die enthaltenen Ballaststoffe lassen den Blutzuckerspiegel weniger schnell ansteigen, machen länger satt und all die Nährstoffe versorgen uns mit wahrer und anhaltender Energie.

Also: nicht die Anzahl der Kalorien macht die Musik, sondern in erster Linie ihre Herkunft. Natürlich sollten auch vegane Desserts nur in Maßen genossen werden, da auch Fruchtzucker Zucker ist und auch das Fett aus Nüssen in großen Mengen einfach ein Zuviel an Kalorien bedeuten kann.

 

Veganer Himbeer-Cheesecake

Hier ein Beispiel für einen phantastischen veganen Himbeer-"Cheesecake":

 

Zutaten für einen rohen Kuchenboden:

100 gr. Kokosraspel

240 gr. Paranüsse (wer mag kann sie vorher bei niedriger Temperatur etwas anrösten)

150 gr. entkernte Datteln

1 TL pures Vanillepulver

1 Prise Meersalz

 

Zutaten für die Füllung:

140 gr. Himbeeren

100 gr. Ahornsirup

60 gr. Kokosöl

200 gr. Cashewkerne (mindestens für 5 Stunden in Wasser eingeweicht)

80 gr. Zitronen- oder Limettensaft

1 Prise Vanillepulver

 

Zutaten für einen gebackenen Kuchenboden (mein Favorit):

80 gr. Paranüsse

20 gr. Haferflocken

20 gr. Kokosraspel

¼ TL Meersalz

85 gr. Dinkelvollkornmehl

25 gr. flüssiges Kokosöl

35 gr. Ahornsirup

Vanille

Optional: Kakao oder Blattgold

 

Zubereitung:

Für den rohen Boden die Kokosraspeln in den Vitamix (oder einen anderen Zerkleinerer) geben und und zu einem feinen Mehl verarbeiten. Die Paranüsse dazugeben und zu einem groben Mehl verarbeiten. Die Datteln in Streifen schneiden und mit Salz und Vanille zu den Nüssen geben und zu einem klebrigen Teig verarbeiten. In eine Kuchenform drücken. 20 Minuten kühl stellen. (Toll sind auch kleine Förmchen, um individuelle Küchlein zu machen).

Alternativ:

Für den gebackenen gebackenen Boden Paranüsse, Haferflocken, Kokos und Salz im Vitamix ca. 20 Sekunden zerkleinern. In eine Schüssel geben und Dinkelmehl dazugeben. Flüssiges Kokosöl dazu geben und mit einer Gabel oder den Fingern gut verrühren. Ahornsirup und Vanille dazugeben, verrühren. Der Teig sollte leicht feucht, aber nicht klebrig sein. In eine ausgefettete Tarteform oder individuelle Förmchen geben und fest an den Boden drücken. Mit einer Gabel mehrfach einstechen. Für 20 Minuten bei 180°C (Unter- und Oberhitze) backen. Abkühlen lassen.

Für die Füllung das Kokosöl und den Ahornsirup in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze erwärmen und rühren. Mit allen anderen Zutaten für die Füllung außer den Himbeeren vermischen und sehr fein pürieren.

Etwa 2/3 der Masse auf den Kuchenboden geben und mit einem Spachtel gleichmäßig verteilen.

Die Himbeeren zur restlichen Masse geben und pürieren. Als zweite Schicht über die erste geben und in den Gefrierschrank geben.

Ca. 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen und ein scharfes Messer in heißes Wasser tauchen, um sauber zu schneiden. 

Wer genug Zeit hat, kann den Kuchen auch für mindestens 5 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen. Dann kann er auch sofort verzehrt werden

Mit frischen Beeren oder Minze dekorieren.

Schönes Wochenende !

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